cales, dass Geschwürs- bUdung weder eine coDi^iante, noch eine wesentliche Erscheinung der Krankheit war, und die wichtige Erklärung von Vi IIa real, dass sich die Krankheit von dem, von Aretaens und Aetius beschriebenen» (später zu erwähnenden), syri- schen Geschwüren g^erade durch den Umstand unterschied, dass sie nicht fant^rändser ^alnr war, dasä ^le in ihrem Verlaurc weder mit Carbtinkel noch ntit Krebs irgend etwas gemein hatte» und man eben nur in so weit von einem nicu« cancerosum äptechen duifte» als «ieh der exsudative Proeess nach Art eines solchen Gcichwüies in der Fläche weiter verbreilete ^), f^irgends fin- den wir ein klareres Bild des KranlüieiUvorganges, als jn den Mittheilungen die* »es Arztes, wenn er bemerkt ^j : „circa signa proprja , quae in hoc morbo eon- i^tpleitanttir, non semper eodem modo upparent^ nam ore adaperto et depressa J&a§UA^ modtk conspiciebam apicem omnino nlbam, exeuntem ab imo gulae» et ^/mpedienteni deglntionem, modo quandam crustam vetnti niembranam cingen- ^Itm fauccs, guttuf et gulam. non perfecle albani, sed declinanlem ad lividam../* and an cini^r andern Stelle^) hinicufögt: ., partes vero quae in hoc morbo appa- „ttai ifUci, tuniiTUt supra natoram, non tarnen vero tumore: nam materia morbi „itüTocautis non est in pariif^ paris» eandem in tumorem atlolens, sed per modum Jrngaüoms partis superAciem allcit et veJut membiana quaedam solida cingit ^ocei, gultur et gulam , , , nam saepe vidi, in bis, qui fnerunt liberati, excerni ,,ertittTa quaedam alba, aut ad Uvorem declinantia, nietnbrsnosa quidem^ et velut ,,corium madldum flexibiha , . et In his , ijui inlerierunt, facta anatome, inveni „diciam membranam cingentem partes dictas, quam instrumenin fcrreo levavi, ^^parle subjecia Integra appa reute*** Eben diesen, vorherrschend croupösen Charakter von Angina ma- ^ü ^nden wir nun in einer gössen Zahl der oben genannten Epidemien edcr, wiewohl in last allen interctirrent mehr oder weniger zahlreiche der diphtberitisch-lyiihoiden Krankheitsl'onn beobachtet worden sind; ühne hier namenüich der Epidemien •1744^48 in Comwallis, in Üalljem^), 1145—48 in Paris ^J, 1747 in Cremona, 1750 ff, in ny CansmItJLUoiiei. 73. ii) MtscetL ii^7. inriniii dik.vniiiim. Appellare tnotbibm atilTüOimtt^ni ulciis caueemtiiiii , rmn ' ■ liiiicpT, »ed i|uhi j^cn^iii ftr.", t\\ t- Cr w. 6) 1, r. n>i. tkr "t^insMteu und K|iiicl<>tilfi^ in etneiD t^L'Ümishflrtchie, der I, iWt Kmnkliolt ciJif^tMH'ci Miidclicns bctrim, helasi e» «ItorL vf' otciitv«. ttituTii riütütAiJT i^iärtmio ad puImoneH usquo Interne II ti bicr dii! tuZerMl bcj;;H^'«nan ExsudMfetien HirBrADd schärfe _ , i-nii^n *im] A\ &1«ti>uin lind Cti«met enpähneFti der Afff^ction der |ii*aoa«ItleiailiAUl ; der kUie r^nd In einem FaUvf bei der ^u^tjon »uch Ka^hftDgejitjhwÜre, 186 Hirich, hutoriflch geographifohe Ptthologie. Spanien, 1752 im Harze tfnd New -York, 1755 ff. in Schweden, 1761 io üpsala, 1769—70 in Utrecht ^), 1771 in New-York, 1774 in der Nonnandie, 1786 in Istrien 2), 1787 in Poiliers, 1793 in Chesham, 1801 in Preussen«). 1818 in Frankreich, 1819 in Glasgow, 1822 in Arras, 1824 im DpL Eore- et-Loir ^) und in Skien, 1825 in Marillais, Vendöme und Kelso, 1826—27 in Vouvrais, Magnac-Laval. im Canlon Waadt*) und in New-York, 1827 im Dpt Loiret«), 1828 in Aigle und Danville, Kent^, 1829 in la Fläche und Artins^), 1833 im Dpt Mayenne, 1835 in Dublin 9), 1839 imDptVos- ges und auf Isle de BourboniO), 1840—41 in Paris i^), 1844-45 in New-Jersey und Philadelphia, in Vaslo^^j und Norwegen, 1846 — 47 in Paris, Norwegen, Dänemark und Nassau, 1848 in Dänemark, 1849 in Wa- les, 1850 in Aigle, Verdun, Dänemark und Königsberg, 1852---&3 in Schwe- den, 1853 in Avignon und 1856 und ff. in Königsberg. Die erste Mittheilung über die vorwiegend diphtheritisch-typhoide Ge- staltung der Krankheit als Epidemie finden wir in dem Berichte von Langhans über die Seuche 1752 im Simmenthaie, in ähnlicher Weise scheint die Krankheit im J. 1755 in Rampitz aufgetreten zu sein; aus dem Berichte von Wahlbom aus Colmar vom J. 1761 ersehen wir,, dass diphtheritische Affection der Nasen- und Rachenschleimhaut, beson- ders im Anfange der Epidemie, zu den häufigsten Erscheinungen gehörte; in den Mittheilungen von Moseley über die Epidemie 1780 auf Jamaica heisst es: „sehr oft bemerkte man die Krankheit nicht eher, als bis dei „ganze Hals, Schlund und Gaumen zerfressen waren, einige von denen „welche genasen, verioren das Zäpfchen und einen Theil des Gaumens*" eine sehr gute Beschreibung dieser Krankheitsform finden wir in dem Be- richte von Denman über die Epidemie 1790 in London: meist begaoi die Krankheit mit Affection der Nascnschleimhaut , die Nase schien ver« stopft, es entleerte sich aus derselben eine dünne, jauchige, znweilet blutig gefärbte, und corrodirende Flüssigkeit, alsbald trat Geschwulst do Hals- und Nackendrüsen auf, die Kinder konnten nur mit Mühe schlingen sie wurden blass, matt, und bei der Untersuchung der Fauces fand mar die Tonsillen, die Uvula u. s. w. geschwellt, mit aschgrauen Flecken be- deckt, zuweilen auch schon ulcerirt; die Theile, wo Vesicatore gelegei hatten, wurden brandig, die Kräfte der Kranken nahmen schnell ab, dei Athem wurde mühsam und schnarchend, und unter Convulsionen odei den Erscheinungen vollkommener Entkräflung trat der Tod ein; Znfalk 1) Keetel ipricht ebenfalls von mehrfach beobachteten brandiicen Ocschwflren tmBftdMa. 2) Nicht selten sah Panzani Fortsehreiten des Krankheitsprocesses anf die Behleimliaot da Nase und der Tuba Kustachli ; .so sah ich einmal" , heisst es in dem Berichte (L c. lOIV „den Grund der Rachenhöhle nebst dem oberen Theile des SoblundkopfiM bnusdi^p y '~* ^und ein Geschwür entstehen, das erst nach 20 Monaton zur voUigen Vemarbonir I S) leh mache auf die wahrhaft äusfi^ciccichnete Beschreibung dieser Epidemie tob M aerekw aufinerksam ; derselbe sah häufige Geschwulst der Hals- und SpeicheldrOaen, sawelka mA Affection der Nascnschleimhaut, dagegen erwähnt er Rachenvenchwämnff nr nicht. 4) In dem Berichte Ton Girouard heisst es: „souTont 11 se formait dei mtSmxrt» gaifi* giieuses qui laissaient api^s ellcs de profondes ulc^rations**. * 5) Band beobachtete Kahlrcrche Fälle, welche den ausgesprochenen Charakter des difhtl» ritisch-typhoidenProcesses an sich trugen, indem sich Bachengcsehwfire bildeten, Bf menheit und Schmerz im Kopfe, Delirien, starke Parotisgeschwulst eintrat und die 1 ken scliliesslich unter den Erscheinungen einer allgemeinen, typhoiden Narkoae < 6) Aehnliche Beobachtungen, wie die eben genannten, machte Lepage. 7) Auch hier sah Smith nicht selten Rachengeschwüre. 8) Es werden aasdrSckttl geschwürigo Zerstörungen der Raehcnschleimhaut erwähnt 9) Der Berickt bcriril sich auf zahlreiche Fälle eines exquisit diphtheritisch-typhoiden Processes, in einem Fril gangränöse Zerstörung der uvnla und eines Theiles des weichen Gaumens. 10) Neben Rachen- undLarynxcroup zahlreiche Fälle mit diphtheritischer OesehwUrsbildmc. 11) In dieser Epidemie, in welcher auffallend viele Fälle gesch^üriger und arangranösttil f)ection des Rachens vorkamen , lernten die Pariser Aerzte zuerst einsehen , das« die rm Bretonneau vorgetragenen Lehren bezüglich der Diphtherie doch nicht absolnt maaM gebend sind. 12) Auch in dieser Epidemie trat die Krankheit hünfi^ In der dlph tberitisch- typhoiden Form auf. Org&n - Eraukheitisii« Croup und Diphtherie, sceutid&reni Larynxcroup erwähnt D, gar nicht — in den Jahren 10 und 4t wurde man m Paris, wie bemerkt, zum erslen Male auf den hlhcrilisch-ulcerösen, oder -gangränösen Charakter der Krankheil auf- rksnnn, und zwar fand Becqucrei in 57 im Hopitai des Enfants be- idelten Fällen von Diphtherie 17 mal gangränöse Zerstörung derWeich- lUe im Rachen, einrge Male selbst mit sehr bedeutendem Subslanzver- und eben so sah Daviot zur selben Zeit in der Epidemie in Antin lit haii%erdie diphlherilisch-lyphoide, als die den GarrotilJo darstellende ankheUsrorm; in sehr ausgesprochener Weise trat dieser Krankheils- prakter ferner in den Epidemien J844 in Castelpelroso, 1847 — 49 in iio, wo sich die liefe, constilutionelle Erkrankung, schon vor Autlreten r charakleristischen Krankheitserscheinungen im Halse, dureh Schwäche, fisstimoiung, Kopfschmerz, leichte Somnolenz u. a. Zulalle der Art aiis- trach. das gleich zu Anfang der Krankheil auftretende Fieber schnell ei- tn adynamischen Charakter annahm, AiTfction der Nasenschieimhaul, schwulst der Hals- und Speicheldrüsen last konstant waren, und gan- ■anose Zerstörung des Rachens ^f neben Larynxcroup und Hautdiphlherie der* charaklerislischen Erscheinungen gehörten, sodann 1848 in Paris 3), i&3 in VaJenciennes 3)» 1854 im Canton Zürich und 1855 JT. in Paris u, » G. Frankreichs hervor „Seil «Iwa 7—6 Jahren** sigt Tronsseau, „haben wir eine Fonn von Diph- ^rrili» keDDen getemu ^^^ hereils zahllosG Opft^r erlegen sind, und die sieb von der ^111 von fdiher her bekannten Form symplomatobgtBch so sehr unlerseheideli dasa man |,ref»ücht »ein dorne, beide Krankheilsrormen ganz von einander zu trennen, wenn |ikbl anderseiU die Art de» Anaretens nnd die Aetiologic die Aebniicbkeit, ja iden- dertelben Aufs be^ümmtesle erkennen liessen » so das^ wir in dieser neuen ^ben nur einen ansnahmsweise bösartigen Charakter der Krankheit erblicken, 'he nach Art constilutioneller Erkrankungen lÖdlUch wird» ohne dass (wie frütiep) itine tödtli^hc LarynxatTeklion hinzu Irin .... Diejenigen unter una*\ sagt derselbe i einer Andern Stelle, »^welche seit etwa 22 Jatiren den Verlauf der Dipbtheritis in J^Mnm heobAchlet haben« haben äich davon überzeugt, dass die Krankheit , besonders p^nnerhalb der letzten i2 — 13 Jahre, nicht nnr extensiv sl&rkeri sondern auch in einer pl6sariigereD Form aufgetreten ist. Bis zum Jabre !846 verdiente die Krankheit hier pLaotti jrmals den Namen einer Epidemie ^ und alle bis dabin beobachteten Fälle yinfcrn deUf von Bretonneau und später von Guersent so wohl beschrtebe- ,lco , Charakter der Diphlberitis